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Fotos verkaufen bei Bild- und Microstock Agenturen

Archive for Dezember, 2009

Tipps für den Shutterstock Aufnahmetest

Posted by microstock On Dezember - 3 - 20096 COMMENTS

Shutterstock ist eine der lukrativeren Microstockagenturen, hat aber von allen Plattformen auch den mit Abstand schwersten Aufnahmetest.

Hierzu muss man nach erfolgreicher Anmeldung die ersten 10 Bilder hochladen. Diese werden dann besonders kritisch von den Bildredakteuren begutachtet. 7 der 10 Bilder müssen angenommen werden, um durch den Test zu kommen und ab da unbegrenzt Bilder hochladen zu können.

Hört sich leichter an als es ist, denn Shutterstock achtet besonders auf die technische “Perfektion” der Bilder, d.h. Rauschverhalten, Schärfe und Farbe sollten stimmen und nicht zuletzt sollte das Motiv natürlich “verkaufbar” sein.

Folgende Tipps helfen Euch vielleicht, diese erste Hürde zu bestehen:

1. Ladet nur Eure besten Bilder hoch und startet den Test erst, wenn Ihr wirklich 10 gute habt. Verlasst Euch nicht auf 4-5 gute und 5 mittelmäßige. Fällt man durch, muss man einen Monat warten, bis man es wieder versuchen darf.

2. Zeigt Variantereichtum. 10 freigestellte Objekte auf weiß sind genauso schlecht wie 10 Naturfotos oder 10 Porträts. Die Mischung machts und zeigt, dass Ihr verschiedene Stile draufhabt

3. Achtet auf technische Perfektion. Schärfe, Ausrichtung und insbesondere das Rauschverhalten sollte absolut stimmen. Was das Rauschen betrifft, fotografiert mit niedrigen ISOs und verwendet Tools wie DFine oder Neatimage (allerdings nicht zu ekxzessiv, denn dann leiden die Details). Achtet darauf, dass Horizonte gerade ausgerichtet sind und das Bild nicht schief ist. Das Bild sollte natürlich weder über- noch unterbelichtet sein.

4. Auf keinen Fall die Bilder “aufpumpen”. Das Größermachen / Interpolieren im Bildbearbeitungsprogramm wird nicht gern gesehen und führt zum Rausschmiss!

5. Verwendet keine ausgelutschten Photoshop Filter. Gerade Neulinge auf diesem Gebiet lieben die Standard-Filter, die Agenturen lehnen solche stark gefilterten Fotos jedoch meistens ab

6. Seid sparsam mit Cropping. Ein Bild kann durch einen guten Crop stark an ästhetischem Wert gewinnen, keine Frage. Bei Agenturen ist das alledings nicht gern gesehen, denn der Käufer hat gern die Option, sein Bild selbst nach seinen Vorstellungen zu croppen.

7. Verwendet gutes Equipment. Die Zeiten, in denen Bilder von Kompaktkameras akzeptiert wurden, sind lange vorbei. Eine aktuelle DSLR mit mindestens 8MP sollte es schon sein

8. Überlegt bei jedem Bild, ob Ihr Euch einen kommerziellen Einsatz dafür vorstellen könnt. Bilder vom Wald um die Ecke, Eurer Katze oder von den Blumen im Garten haben meist keinen großartigen Verkaufswert. Schaut Euch die Topseller Listen in Shutterstock und Fotolia an, um herauszubekommen, was sich verkauft

9. Gebt Euch Mühe bei der Verschlagwortung. Diese sollte auf englisch erfolgen und die Keywords sollten zum Bild passen. Vermeidet Keyword Spamming. Benutzt zur Unterstützung Keywords-Tools, wie ich sie in älteren Posts schon ab und zu vorgestellt habe.

10. Vermeidet abstrakte, zu künstlerische Fotos. Manchmal werden abstrakte Fotos angenommen und verkaufen sich oft auch gut. Für den Aufnahmetest würde ich allerdings auf Nummer Sicher gehen und auf allzu künstlerisch wertvolle Aufnahmen verzichten ;-)

11. Der letzte Tipp ist frei geraten, aber ich persönlich würde die Bilder für den Test nicht am Wochenende hochladen. Ich vermute, dass das Uploadvolumen am Wochenende, bedingt durch die ganzen nebenberuflichen Amateurfotografen, besonders hoch ist und dann bei den Bildredakteuren die Tendenz höher ist, auch mal schneller was abzulehnen als sonst. Ich halte das auch bei den normalen Fotouploads so, dass ich nie am Wochenende hochlade. Aber wie gesagt, das ist reine Spekulation.

Und nun viel Erfolg!

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