Shutterstock ist eine der lukrativeren Microstockagenturen, hat aber von allen Plattformen auch den mit Abstand schwersten Aufnahmetest.
Hierzu muss man nach erfolgreicher Anmeldung die ersten 10 Bilder hochladen. Diese werden dann besonders kritisch von den Bildredakteuren begutachtet. 7 der 10 Bilder müssen angenommen werden, um durch den Test zu kommen und ab da unbegrenzt Bilder hochladen zu können.
Hört sich leichter an als es ist, denn Shutterstock achtet besonders auf die technische “Perfektion” der Bilder, d.h. Rauschverhalten, Schärfe und Farbe sollten stimmen und nicht zuletzt sollte das Motiv natürlich “verkaufbar” sein.
Folgende Tipps helfen Euch vielleicht, diese erste Hürde zu bestehen:
1. Ladet nur Eure besten Bilder hoch und startet den Test erst, wenn Ihr wirklich 10 gute habt. Verlasst Euch nicht auf 4-5 gute und 5 mittelmäßige. Fällt man durch, muss man einen Monat warten, bis man es wieder versuchen darf.
2. Zeigt Variantereichtum. 10 freigestellte Objekte auf weiß sind genauso schlecht wie 10 Naturfotos oder 10 Porträts. Die Mischung machts und zeigt, dass Ihr verschiedene Stile draufhabt
3. Achtet auf technische Perfektion. Schärfe, Ausrichtung und insbesondere das Rauschverhalten sollte absolut stimmen. Was das Rauschen betrifft, fotografiert mit niedrigen ISOs und verwendet Tools wie DFine oder Neatimage (allerdings nicht zu ekxzessiv, denn dann leiden die Details). Achtet darauf, dass Horizonte gerade ausgerichtet sind und das Bild nicht schief ist. Das Bild sollte natürlich weder über- noch unterbelichtet sein.
4. Auf keinen Fall die Bilder “aufpumpen”. Das Größermachen / Interpolieren im Bildbearbeitungsprogramm wird nicht gern gesehen und führt zum Rausschmiss!
5. Verwendet keine ausgelutschten Photoshop Filter. Gerade Neulinge auf diesem Gebiet lieben die Standard-Filter, die Agenturen lehnen solche stark gefilterten Fotos jedoch meistens ab
6. Seid sparsam mit Cropping. Ein Bild kann durch einen guten Crop stark an ästhetischem Wert gewinnen, keine Frage. Bei Agenturen ist das alledings nicht gern gesehen, denn der Käufer hat gern die Option, sein Bild selbst nach seinen Vorstellungen zu croppen.
7. Verwendet gutes Equipment. Die Zeiten, in denen Bilder von Kompaktkameras akzeptiert wurden, sind lange vorbei. Eine aktuelle DSLR mit mindestens 8MP sollte es schon sein
8. Überlegt bei jedem Bild, ob Ihr Euch einen kommerziellen Einsatz dafür vorstellen könnt. Bilder vom Wald um die Ecke, Eurer Katze oder von den Blumen im Garten haben meist keinen großartigen Verkaufswert. Schaut Euch die Topseller Listen in Shutterstock und Fotolia an, um herauszubekommen, was sich verkauft
9. Gebt Euch Mühe bei der Verschlagwortung. Diese sollte auf englisch erfolgen und die Keywords sollten zum Bild passen. Vermeidet Keyword Spamming. Benutzt zur Unterstützung Keywords-Tools, wie ich sie in älteren Posts schon ab und zu vorgestellt habe.
10. Vermeidet abstrakte, zu künstlerische Fotos. Manchmal werden abstrakte Fotos angenommen und verkaufen sich oft auch gut. Für den Aufnahmetest würde ich allerdings auf Nummer Sicher gehen und auf allzu künstlerisch wertvolle Aufnahmen verzichten
11. Der letzte Tipp ist frei geraten, aber ich persönlich würde die Bilder für den Test nicht am Wochenende hochladen. Ich vermute, dass das Uploadvolumen am Wochenende, bedingt durch die ganzen nebenberuflichen Amateurfotografen, besonders hoch ist und dann bei den Bildredakteuren die Tendenz höher ist, auch mal schneller was abzulehnen als sonst. Ich halte das auch bei den normalen Fotouploads so, dass ich nie am Wochenende hochlade. Aber wie gesagt, das ist reine Spekulation.
Und nun viel Erfolg!


Die gemachten Angaben kann ich nur bestätigen.
Punkt 11 gilt auch, wenn man angenommen ist. Bilder vom Wochenende werden im Verhältnis mehr abgelehnt.
Ich würde aus eigener Erfahrung noch einen Punkt hinzufügen. Mein erster Aufnahmetest bei Shutterstock schlug mit sechs akzeptierten zu vier nicht akzeptierten Bildern fehl. Neben dreien, bei denen “Poor Lighting–Poor or uneven lighting, or shadows. White balance may be incorrect.” als Ablehnungsgrund genannt wurde, was Michaels Angaben ja bestätigt, gab es noch einen nicht uninteressanten Grund beim vierten Bild. Dieses Bild wurde nämlich nicht wegen das Bild selbst betreffender Unzulänglichkeiten abgelehnt, sondern aus folgendem Grund: “Editorial Caption–Newsworthy caption is required.”
Ich hatte das Bild als “editorial” eingestuft, und für mein Empfinden auch eine durchaus “Newsworthy caption” formuliert. Was ich nicht wusste, war, dass es offenbar eine sehr genau gegliederte Beschreibungsrichtlinie für Nachrichtenbilder bei Shuttertsock gibt. Leider wurde mir der Link zur Schilderung dieser Vorschrift erst mit der Ablehnung zur Verfügung gestellt und nicht bereits, als ich ihn hätte brauchen können. Hier ist der Link zur detaillierten Beschreibung, für all jene, die “editorial images” bei Shutterstock anbieten wollen. Neben einer sogfältigen Verschlagwortung sind eben auch solcherlei Regeln zu beachten, von denen man zunächst gar nichts ahnte, es sei denn, man hat das gesamte Shutterstock-Forum durchgearbeitet, bevor man Bilder hochlud. Die Kommentare im Anschluss an die Beschreibung sind übrigens auch lehrreich.
BTW, das neue Theme Deines Blogs ist weitaus gefälliger als das vorherige.
Ich möchte an dieser Stelle auf eine Sonderausgabe von c’t hinweisen: “c’t special Digitale Fotografie”. Aus Zeitgründen füge ich die c’t-eigene Heftbeschreibung im Anschluss ein. Das Heft kostet 8,90 EUR. Für mich besonders interessant ist das Kapitel “Retusche mit GIMP”, da ich ausschließlich mit diesem freien, m.E. dennoch sehr guten Bildbearbeitungsprogramm arbeite. Interessant ist auch der Artikel “Tabletop-Selbstbaustudio mit LED-Taschenlampen”. Aufschlussreich ist zudem ein Vergleich von neun Microstock-Agenturen, darunter auch die erst im Juni 2009 gegründete Telekom-Tochter “Polylooks”.
Fünf Videotutorials (auf der Heft-CD), Kameratests (Kompakte und Spiegelreflex), Filter, Rechtliches, Simulieren analoger Ästhetik und vieles mehr runden das Heft ab.
Erstaunlich war für mich z.B. eine Information über “123RF”. Da heißt es: “Sehr verwundert waren wir darüber, dass unsere als JPEGs hochgeladenen Bilder nicht nur in der Originalgröße, sondern zusätzlich als ‘Mega High XL TIFF’ angeboten wurden – mit einer um 56 Prozent größeren Pixelzahl und zum doppelten Preis. Was der Anbieter nicht darf (Fotos hochinterpolieren), macht ‘123RF’ ganz ungeniert und offenbar bei allen Bildern.”
Hier also die Inhaltsangabe:
Kameratests
19 kompakte Digitalkameras bis zu 12 Megapixeln haben wir dieses Mal zum Test versammelt, darunter Spezialitäten mit rauschärmeren Sensorkonzepten, riesigen Touch-Displays und solchen mit WLAN- und GPS-Funktion. Des weiteren fanden solide modellgepflegte Spiegelreflexkameras für Einsteiger und Fortgeschrittene und zwei besonders kompakte spiegellose Systemkameras den Weg in unseren Testpool. Dabei wagt sich Canon im Oberklasse-Segment in neue APS-C-Auflösungssphären vor – ob das wohl gut geht?
Statt auf noch mehr Megapixel setzen vor allem die Hersteller kompakter Kameras auf intelligente Bildfunktionen. Wir haben geprüft, ob Gesichtserkennung, automatische Retusche und integrierter Panorama-Modus die Bildbearbeitung überflüssig machen oder zumindest erleichtern.
Digitalbilder im Analogstil
Es war früher ein gut behütetes Geheimnis der angesagten Kameraleute und Fotografen, mit welchen optischen oder fotochemischen Tricks sie arbeiteten, um ihren Bildern einen unverwechselbaren Look zu verleihen. Heutzutage hat man mit Lightroom alle Möglichkeiten, selbst eigene Filmlooks zu schaffen. Alternativ bedient man sich an den über 100 Filmlook-Entwicklungs-Presets auf der Heft-DVD. Noch einfacher geht das mit fertigen digitalen Filtern, die einige Hersteller anbieten, um die analoge Ästhetik von Ilford, Kodak und Co. wieder aufleben zu lassen.
Retusche und Freistellen mit GIMP
Wie flexibel und universell das kostenlose GIMP ist, zeigen unsere Workshops. Störende Gegenstände wie Strommasten und Leitungen verschwinden mit Hilfe unserer ausführlichen Anleitung im Nu. Ganz andere Anforderungen stellt die Porträt-Retusche, hier gilt es, mit viel Fingerspitzengefühl die Haut zu soften, Make-up aufzutragen, die Augen zu betonen und mit Lichteffekten zu experimentieren.
Der so simpel klingende Begriff „Freistellen“ umfasst eine der komplexesten und aufwendigsten Tätigkeiten der Bildbearbeitung. GIMP integriert dafür hocheffiziente Tools zum semi-automatischen Freistellen auch komplizierter Motive, wie unser Workshop belegt. Als weiteres Beispiel dafür, wie flexibel GIMP ist, dient die Umwandlung eines Schlechtwetter- in ein Schönwetterfoto Schritt für Schritt.
Praxis und Portfolio
LED-Taschenlampen eignen sich hervorragend für ein selbst gebautes Tabletop-Fotostudio: Sie sind heller als bisherige Taschenlampen, handlich und fokussierbar, strahlen keine Hitze ab und kommen ohne Kabel aus. Mit kleinen Stativen und wenigen Requisiten aus dem Bastelbedarf ist das kleine Fotostudio für den Tisch schnell fertig. Anhand von einigen besonders schwierig auszuleuchtenden Gegenständen demonstrieren wir die Möglichkeiten und Grenzen des LED-Fotostudios. Eine typische Anwendung sind professionell erstellte Fotos von Gegenständen für die Bebilderung einer Online-Auktion.
Schon eine durchschnittliche Digitalkamera reicht, um den Überflug der internationalen Raumstation (ISS) aufzunehmen. Im Zusammenspiel mit einem Amateurteleskop kommen Fotos zustande, auf denen man bereits viele Details der ISS sieht. Etliche ISS-Jäger liefern sich einen sportlichen Wettstreit, wer die besten Aufnahmen schießt. Unser Praxisbeitrag zeigt, wie’s geht.
Fotos online verkaufen
Wer viel Lob und gute Bewertungen für seine Fotos einheimst, spielt eventuell mit dem Gedanken, die besonders gelungenen Bilder online anzubieten. Viele Bildagenturen stehen online bereit, um die eigenen Fotos zu vermarkten. Wir geben Tipps, wie Sie die passende Microstock-Agentur finden und welcher Erlös zu erwarten ist. Der Umsatz steigt mit professionell vorbereiteten Fotos inklusive Metadaten, wir zeigen, wie das möglichst zeitsparend vonstatten geht. Allerdings sollte man die juristischen Fallstricke kennen, bevor man Fotos online anbietet. Wir widmen den rechtlichen Aspekten deshalb einen eigenen Beitrag in diesem Schwerpunkt.
Auf der DVD
Video-Tutorials ergänzen die Workshops dieses Hefts, unter anderem über Porträt-Shooting im Studio und Nachbearbeitung mit Photoshop. Weitere Tutorials erläutern, wie man bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen draußen und drinnen Bildideen umsetzt. Über 60 Anwendungen, darunter Voll- und Spezialversionen, komplettieren die Heft-DVD. Ein E-Book über GIMP erklärt ausführlich die Korrektur, Retusche und Präsentation von Fotos.
Hallo,
ich will den gesamten Punkten auch noch ein mal zustimmen. Ich halte jedoch Fotolia und Panthermedia für Anspruchsvoller was die Annahme angeht. Bei Shutterstock habe ich den Test mit 10/10 bestanden und auch im Nachhinein die meisten Bilder akzeptiert bekommen. Den meisten Umsatz (wenn man das bei mir überhaupt schon so nennen kann) habe ich ebenfalls bei Shutterstock. Sind einfach meine liebsten. Bilder werden täglich verkauft und sie sind blitzschnell beim annehmen. Vielleicht liegt es auch daran das ich fast nur Naturaufnahmen uploade und die anderen Agenturen da schon satt sind.
vg, peter
I like shutterstock for collecting legal images to use on design for my websites. I appreciate your initiative to publish photography and microstock related information for peoples.
Sehr gute Tipps. Habe diesen Artikel sehr aufmerksam und mit großem Interesse gelesen.
Schöne Grüße